|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| |
| |
| Universal Home Design Concept „Wohnen auf dem Wasser“
|
| Revitalisierung eines Lebensraumes am Beispiel des Garzweiler
Tagebaus |
| |
| Präambel |
| Der Braunkohletagebau Garzweiler - ein in NRW bekanntes
und polarisierendes Projekt - wird nach dem Ende der Abbauarbeiten
wieder renaturiert. Aus dem bis zu 180 Meter tiefen Abbaugebiet
wird bis zum Jahr 2089 u.a. ein See, der etwa so groß
ist wie das Steinhuder Meer. Unser auftraggeberunabhängiges
Ideenkonzept beschreibt die Gestaltung von künstlich-urbanen
Wohn-, Arbeits- und Freizeitformen auf der neu geschaffenen
Seenfläche und den angrenzenden Bereichen. Wichtig dabei
ist uns eine nachhaltige und den menschlichen Bedürfnissen
Rechnung tragende Gesamtgestaltung. Die Grundidee hierfür
ist, daß der den Bewohnern von Garzweiler entzogene Lebensraum
wieder an diese in neuer Form zurückgegeben wird. |
| |
| Konzept |
Wir haben folgende fünf Thesen zu der Fragestellung
„Wie werden wir in Zukunft wohnen?“ für unser Konzept
zugrundegelegt
• Entwicklung der Gesellschaft hin zur „Wissensgesellschaft“
durch verbesserte Aus- und Weiterbildung und somit die
Möglichkeit der Kombination von Arbeiten und Wohnen
• Verbesserte und sinnvolle Nutzung neuer Kommunikationsformen
und somit die Option der Dezentralisierung eines Großteils
der Arbeit
• Entwicklung und Einsatz alternativer und nachhaltiger
Energien [Wasser/Luft = Heizen/Kühlen]
• Optimale Nutzung der Verkehrsinfrastruktur durch Vernetzung
der unterschiedlichen Verkehrsmittel
• Erhöhte Lebensqualität durch naturnahe Wohn- und Arbeitsbereiche
|
| |
| Im Detail sieht unser Konzept wie folgt aus. Die neue
Seenfläche bietet einen Bereich, der Wohnen, Freizeit
und Arbeiten auf dem Wasser ermöglicht und der durch die
verkehrsgünstige Lage begünstigt wird. Durch Aufschüttung
und Verdichtung der abgetragenen Landmasse wird eine zentrale
Hauptinsel sowie drei Nebeninseln geschaffen. Die Verbindung
zu Land sowie zu den jeweiligen Inseln erfolgt durch axial
angelegte Verkehrswege. Auf der Landseite befinden sich
Freizeit- und Sportbereiche sowie Lebensmittelmärkte und
andere Dienstleister. Über eine zentrale Zufahrt gelangt
man über eine Brücke zur Hauptinsel. Da die Inseln frei
von Autoverkehr (außer Dienstfahrzeuge der Behörden und
Lieferanten) angedacht sind, wird der Großteil des Individualverkehrs
in die unter der Haupinsel gelegene Tiefgarage geleitet.
Von dort gelangt man über Aufzüge und Treppen auf die
Hauptinsel. Die Struktur dieser Insel sieht einen Hafenbereich,
Wohnbereiche (u.a. Seniorenwohnungen) sowie einen zentralen
Aussichtsturm mit Café vor. Von diesem Zentralbereich
kann man zu Fuß auf die Nebeninseln, die als Wohnquartiere
konzipiert sind, gelangen. Alternativ kann man die parallel
zu diesem Weg verlaufende Shuttlebahn nutzen. Die Wohninseln
bieten insgesamt Raum für rund 3.000 Einwohner. Die radial
angeordneten äußeren , maximal 3-stöckigen Wohnappartements
orientieren sich allesamt zur Seefläche hin bzw. ragen
auf den See hinaus. Des Weiteren ist ein Gebäudekomplex
vorgesehen, der axial zu den Zufahrtsbereichen gelegen
ist. Die Wohninseln besitzen einen Hafenbereich und im
Zentrum Café, Restaurant und einen Spielplatz. Die ruhige
Lage zum See bietet Erholung und Kommunikation gleichermaßen.
Arbeiten, Wohnen und Freizeitgestaltung sind durch die
naturnahe Bebauung sowie die optimierte Infrastruktur
bestens möglich und bieten den Bewohnern ein hohes Maß
an Lebensqualität und eine angenehme maritime Atmosphäre.
|
| |
| Fazit |
Die Vorteile des Ideenkonzeptes sind:
• Miteinander statt isoliert wohnen und arbeiten
• Förderung der Kommunikation durch dörfliche, urbane
und klar gegliederte Strukturen
• Optimale Anbindung und Vernetzung der Verkehrsmittel
(Auto, ÖPNV, Flugzeug)
• Integration des Ortes in das Gesamtkonzept Restsee
• Hohe Lebens- und Wohnqualität [Wohnen am und auf dem
Wasser]
• Identität eines speziellen Ortes
• Übertragbarkeit des Konzeptes auf andere Wasserflächen
und Küstenbereiche möglich |
| |
| <- zurück |
| |
|
|
|